Heinavanker

04-05-2019

Heinavanker – Vokalseptett aus Estland

Das Ensemble Heinavanker begann im Jahr 1988 in Tallinn, im Studio Linnamuusikud, gemeinsam zu musizieren. Der Name „Heinavanker“ – deutsch „Heuwagen“ – stammt aus einem Altargemälde des Hieronymus Bosch. Es zeigt einen solchen, wie er, besetzt mit einer Musikkapelle, anscheinend unbehelligt durch eine untergehende Welt voller Verderben rollt. Das Chaos scheint die Musik nicht zu erreichen.

Für das Ensemble standen von Anfang an im Zentrum des Interesses die historische musikalische Liturgie sowie die Suche nach dem eigenen Weg im Licht des geistigen Erbes. Die meisten Konzertprogramme stützen sich auf die Gregorianischen Gesänge, auf die frühe Polyphonie und auf geistliche estnische Volkslieder, zum Teil mit freien Improvisationen mit Obertongesang. Auf dem Programm stehen meist auch zeitgenössische Werke aus Estland (Kõlar, Pärt, Tulev).

Im letzten Jahr gedachte Estland seiner geschichtlich erstmaligen politischen Unabhängigkeit vor 100 Jahren. Das Programm möchte auch dazu einen Beitrag leisten. Nicht nur aus diesem Grund werden auch einige der archaisch anmutenden estnischen Volkslieder und Runen-Gesänge zu hören sein. Dies ist eine einzigartige nationale Vokaltradition, die sehr viel auch von improvisatorischen Einwürfen geprägt ist und deshalb das homogene Gesamtgefüge des Ensembles in besonderer Weise zu Klingen bringen.

In Kooperation mit der Stiftung Hzgt. Lauenburg und den Dommusiken

http://heinavanker.ee

Ort: Ratzeburger Dom - 18:00 Uhr - 18 €

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